Call for Papers: Das Grün der Städte

Während die Flächenversiegelung in Deutschland seit Jahrzehnten kaum gebremst zunimmt, scheinen die Städte grüner zu werden. Eventuell rückt das Grün aber auch nur deutlicher in den Aufmerksamkeitsfokus der Bevölkerung. Und das nicht erst seit den „Fridays for Future“-Demonstrationen.

Was kann Statistik und/oder aktuelle Stadtforschung (auch qualitativer Art) über das Grün in deutschen Städten sagen? Welche Operationalisierung der „grünen“ Aspekte von Nachhaltigkeit oder der Steuerung ökologischer Prozesse wird aktuell in Forschungen umgesetzt?

Diese übergeordneten Fragen stehen im Zentrum des Schwerpunkthefts "Das Grün der Städte", dass im September 2021 erscheinen soll. Hierfür werden Beiträge insbesondere zu folgenden Themen gesucht:

  • Was zählt zum Grün bzw. zu Grünflächen in der Flächennutzungsstatistik? Änderungen bei der Erfassung dieser Indikatoren? Probleme der Messung? Neue Datenquellen?
  • Wie „grün“ sind städtische Kindergärten / Grundschulen (Schulgarten)?
    alternativ: Wie beurteilen Kinder oder Jugendliche das Grün ihrer Stadt?
  • Geschichte und heutige Bedeutung / Funktion von Stadtparks – von Friedhöfen – von Stadtwaldarealen
  • Bundes- bzw. Landesgartenbauausstellungen: Ihre Bedeutung für die ausrichtenden Städte
  • Geschichte und heutige Bedeutung / Funktion von Kleingärten
  • „Die essbare Stadt“ (beispielsweise Andernach) und Nachfolger – Ausgangslage, Entwicklung und Erfahrungen
  • Woher stammt das auf dem Markt / in Supermärkten verkaufte Obst und Gemüse? Welchen Anteil haben dessen Transportwege am ökologischen Fußabdruck der Stadtbewohner*innen?
  • Praxis und Perspektiven von Urban-Gardening-Projekten
  • Hausgärten in Ein-/Zweifamilienhausgebieten: Wunsch und Wirklichkeit
  • Abstandsgrün oder Gemeinschaftsgärten in Mietwohnanlagen: Wunsch und Wirklichkeit
  • Begrünte Dächer – Entstehung, Verbreitung und Probleme der Messung
  • Begrünte Fassaden – Entstehung, Verbreitung und Probleme der Messung
  • Straßenbegleitgrün – Grünstreifen und Alleebäume und was sonst? Und wieviel(e)? alternativ: Das Grün städtischer Brachflächen
  • Die Großstadt und ihre Suburbia: Welche Rolle spielt das Grün bei Wohn­standortentscheidungen?
  • Wildnis in der Stadt – was wissen wir über eingewanderte Pflanzen und Tiere?
  • Bevölkerungsbefragung(en) zu Stadtgrün: Warum und was wurde gefragt mit welchen Befunden
  • Outdoor-Freizeit in der Stadt: Wer nutzt welche Angebote?
  • Flussstrand und Flussaue oder Strandbar und Erlebnishafen oder … Welche Waterfront passt zum urbanen Lebensgefühl heutiger Städte?
  • Wie „grün“ ist die Hafencity (oder anderer neuer Stadtteil)?
  • Problem (der Messung von) Stadtklima: Perspektiven ökologischer Nachhaltigkeit für deutsche Großstädte

Nicht alle aufgeführten Themen können und werden in diesem Heft enthalten sein. Zugriffe mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen sind willkommen, auch wenn die Auswertung der erhobenen Daten nicht statistisch erfolgt. Erwünscht sind eher kürzere Texte (15 000, maximal 30 000 Zeichen) mit Fotos, Abbildungen und Tabellen aus empirischen (abgeschlossenen wie noch laufenden) Forschungsprojekten oder als Analysen kommunaler (oder privater Geo-) Daten/Indikatoren.

Das Heft wird moderiert von Frau Dr. Gabriele Sturm. Bitte wenden Sie sich mit Fragen und Beitragsangeboten per Mail an gsturm@uni-bonn.de

 

Stadtforschung und Statistik

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