Call for Papers: Kinder in der Stadt

Kinder gelten als die Zukunft einer Gesellschaft. Alles, was Menschen in ihren ersten Lebensjahren erfahren bzw. lernen können, hat starke positive wie negative Auswirkungen auf ihr Leben als Erwachsene, auf ihr intellektuelles, soziales, kulturelles wie ökonomisches Vermögen – und damit auf ihr Zusammenleben mit anderen.

In Deutschland gibt es die weit verbreitete Meinung, dass Kinder in einem eher ländlich geprägten Umfeld freier und unbeschwerter aufwachsen als in einem städtischen. Zumindest lassen die vermehrten Wanderungen von Familien mit Vorschulkindern aus dem Zentrum von großen Städten an den Stadtrand oder in die Umlandgemeinden darauf schließen, dass sich bestimmte Lebensumstände für sie dort besser gestalten lassen. Die Artikel des geplanten Heftschwerpunktes sollen mit den verschiedenen Möglichkeiten der Statistik und der angewandten Stadtforschung erkunden, wie sich die Situation von Minderjährigen in deutschen Städten derzeit darstellt.

Das umfasst beispielsweise Thematisierungen wie

  • Wie viele Kinder und Jugendliche leben in Groß- und Mittelstädten? (bspw. anhand der Laufenden Raumbeobachtung, INKAR, Innerstädtischen Raumbeobachtung)
  • Urban-Audit-Vergleich: Minderjährige in europäischen Groß- und Mittelstädten
  • Wanderungsmuster von Familien deutschlandweit
  • Wanderungsmuster von Familien stadtspezifisch
  • Familien in der Suburbia
  • Kommunalstatistik und Kindergartenplanung
  • Kommunalstatistik und Schulplanung
  • Wie sehen Kinder ihre Stadt / ihren Stadtteil?
  • Freiraumplanung für Kinder und Jugendliche
  • Stadtplanung mit Kindern und Jugendlichen
  • Bewegungsmuster von Kindern in einer Großstadt
  • Wie „grün“ sind städtische Kindergärten / Grundschulen (Schulgarten)?
    alternativ: Wie beurteilen Kinder oder Jugendliche das Grün/den Freiraum ihrer Stadt?
  • Was wissen wir über Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien?
  • Was wissen wir über Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund?
  • Statistiken der Jugendhilfe
  • Welche Fokussierung auf Kinderinteressen ermöglicht eine klassische Sozialraumanalyse?
  • BA-Auswertung zu Kinderarmut
  • SOEP-Auswertung zu Allein-Erziehenden-Haushalten
  • SOEP-Auswertung zum Freizeitverhalten von Kindern / Jugendlichen
  • Schuleingangsuntersuchungen
  • Familienwohnungen: Größe, Mietbelastung, … (bspw. anhand Mikrozensus oder SOEP)

Nicht alle aufgeführten Themen können und werden in diesem Heft enthalten sein –Zugriffe mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen sind willkommen, auch wenn die Auswertung der erhobenen Daten nicht statistisch erfolgt (bspw. bei Beobachtungsstudie oder Expert*inneninterviews). Erwünscht sind eher kürzere Texte (bis zu 30.000 Zeichen abzüglich Fotos, Abbildungen, Tabellen) aus empirischen (abgeschlossenen wie noch laufenden) Forschungsprojekten oder als Analysen amtlicher (oder privater Geo-) Daten/Indikatoren.

Bitte senden Sie bis Mitte Juni 2021 Beitragsskizzen an die Moderator*in des Heftschwerpunktes. Die Abgabefassungen der Beiträge sollten dann bis zum Jahreswechsel 21/22 vorliegen. Das Heft wird moderiert von Frau Dr. Gabriele Sturm. Bitte wenden Sie sich mit Fragen und Beitragsangeboten per Mail an gsturm@uni-bonn.de und till.heinsohn@stuttgart.de

 

 

Stadtforschung und Statistik

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Dr. Gabriele Sturm

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Dr. Till Heinsohn

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