Call for Presentations - Frühjahrstagung 2024

Die nächste Frühjahrstagung findet vom 18. bis 20. März 2024 in der Universitätsstadt Siegen statt. Das Programmteam sucht für folgende Themen Vortragsangebote.

Neue Themen – neue Perspektiven? Aktuelles zur Bevölkerungsentwicklung in Städten und Regionen

In den vergangenen Jahren haben sich die Vorzeichen der gesellschaftlichen und demografischen Prozesse teilweise grundlegend gewandelt. Der Anstieg der Zuwanderung insbesondere aus Ländern außerhalb der EU, die Erfahrungen während der Corona-Pandemie, Wohnungsengpässe in weiten Teilen des Landes, Inflation und ein Nachlassen der wirtschaftlichen Dynamik verlangen nach neuen Perspektiven im Bereich der Bevölkerungsentwicklung und der demografischen Forschung.

Wir begrüßen Beiträge, die sich unter anderem mit folgenden Aspekten beschäftigen:

  1. Welche Muster der kleinräumigen Bevölkerungsentwicklung ergeben sich aus den skizzierten Trends? Wie wirken sich diese beispielsweise auf die Fertilität in den Städten aus?
  2. Wie lassen sich die demografischen Prozesse messen und darstellen? Inwieweit können neue Messkonzepte wie das der Einwanderungsgeschichte (als Ersatz für den Migrationshintergrund) in der Kommunalstatistik genutzt werden?
  3. Welche Herausforderungen erwachsen aus den aktuellen Trends der Bevölkerungsentwicklung für Städte und Regionen, beispielsweise hinsichtlich der Wohnraumversorgung oder des Arbeitsmarktes?

Ansprechpartner: Ansgar Schmitz-Veltin, Email: Ansgar.Schmitz-Veltin@mlw.bwl.de

Umweltgerechtigkeit als neues Themenfeld der Statistik

Umwelteinflüsse haben eine große Bedeutung für die Lebensqualität. In den letzten Jahren rückten daher die kleinräumige Beobachtung und Untersuchung der Korrelation verschiedener Aspekte wie z. B. der Lärmbelastung oder der wohnungsnahen Ausstattung mit Grünflächen zunehmend in den Fokus. Dabei stellt sich die Frage ob und in welchem Ausmaß eine mögliche Unterausstattung bzw. multiple Belastung mit der sozialen Lage von BewohnerInnen besteht. Durch den fortschreitenden Klimawandel kommen zudem weitere Faktoren wie z. B. Hitzeentwicklung oder die Betroffenheit von Starkregenereignissen hinzu. Für die Statistik ergeben sich somit neue Handlungsfelder, kleinräumige Entwicklungen zu beobachten und in Perspektive zu setzen. Wir begrüßen Beiträge, die sich unter anderem mit folgenden Aspekten beschäftigen:

  1. Wie lassen sich Faktoren, die dem Themenkomplex Umweltgerechtigkeit zugeordnet werden können, beobachten und messen? Ist im Zuge des fortschreitenden Klimawandels eine Ergänzung bzw. Neubewertung bestehender Indikatoren erforderlich?
  2. Was für Ansätze zur Kombination bzw. Verschneidung von Indikatoren bestehen auf kommunaler bzw. kleinräumiger Ebene? Inwiefern wirken sich diese Ansätze und ihre Ergebnisse auf die kommunale (Planungs-)Praxis aus?

Ansprechpartner: Jan Dohnke, Email: Jan.Dohnke@darmstadt.de

Wohnen in der Stadt

Steigende Mieten und Kaufpreise, Energiewende, Wohnungsnot – die Städte suchen nach Möglichkeiten, ihre Wohnungsmärkte zu stärken und gegen Bürger- und Mieterunfreundliche Entwicklungen vorzugehen. Manche Herausforderungen ziehen Zielkonflikte nach sich, zum Beispiel, wenn es gilt, das Wohnen klimagerecht und gleichzeitig bezahlbar zu gestalten.

Der Gesetzgeber eröffnet den Kommunen eine Reihe an Handlungsmöglichkeiten, zum Beispiel Maßnahmen zum Milieuschutz, zur Zweckentfremdung von Wohnraum oder zur Abmilderung von Mietpreissteigerungen. Wir freuen uns auf Vortragsangebote zu folgenden Fragestellungen:

  1. Welchen Part übernimmt die Kommunalstatistik für die kommunale Wohnungsmarktpolitik und wie kann sie Politik und Verwaltung unterstützen?
  2. Wie lassen sich Entwicklungen oder Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage messen?
  3. Wie kann die Kommunalstatistik den Erfolg von ergriffenen Maßnahmen messen?

Ansprechpartnerin: Andrea Schultz, Email: Andrea.Schultz@leipzig.de

Fachkräftemangel in Städten und Regionen

Die aktuelle Arbeitsmarktlage zeigt einen, wenngleich nicht flächendeckenden, Engpass in Branchen und Regionen. Offene Stellen können mitunter nicht ausreichend mit den geeigneten Fachkräften besetzt werden. Der lokale Blick zeigt hier ggf. besonders spannende Entwicklungen und Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten auf. Wir begrüßen Beiträge, die sich unter anderem mit folgenden Aspekten beschäftigen:

  1. Wie lässt sich ein Fachkräftemangel auf lokaler Ebene quantifizieren? Welche Visualisierungsformen helfen, kleinräumig den Bedarf aufzuzeigen?
  2. Welche Unternehmensstrukturen sind besonders betroffen bzw. besonders erfolgreich in der Gewinnung der Nachwuchskräfte? Welches sind aktuelle, welches über lange Jahre Engpassberufe? Und wie zeigen sich hier lokale Trends?
  3. Woran machen sich Bemühungen, Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu sichern messbar fest?

Ansprechpartnerin: Diana Andrä, Email: dandrae@stadtdo.de

Historische Daten - Statistik im Spiegelbild der Zeit

Diese Session widmet sich der faszinierenden Reise durch die Zeit, auf der wir die Entwicklung und Transformation, die unterschiedlichen Schwerpunkte und die Bedeutung der Städtestatistik im Laufe der Geschichte in den Mittelpunkt stellen möchten. Die Session bietet die Möglichkeit, historische Daten und Entwicklungen in der Städtestatistik zu beleuchten und zu reflektieren. Wir begrüßen Beiträge, die sich unter anderem mit folgenden Aspekten beschäftigen:

  1. Historische Entwicklungen in der Städtestatistik: Von den Anfängen bis zur modernen Ära.
  2. Die Rolle der Städtestatistik in verschiedenen Epochen und politischen Systemen.
  3. Methoden und Instrumente der Datenerhebung in früheren Zeiten im Vergleich zur heutigen Praxis.
  4. Die Bedeutung von historischen Daten für aktuelle städtische Planung und Politik.
  5. Herausforderungen und Fortschritte in der Aufzeichnung städtischer Daten im Laufe der Geschichte.

Ansprechpartnerin: Uta Thien-Seitz, Email: uta.thien@muenchen.de